Der Weg Buddhas

Frage: Wenn doch der Weg im Grunde perfekt und natürlich ist, wenn es nichts zu erlangen oder abzulehnen gibt, wenn er nicht von der Länge der Praxis abhängt, warum ist es der Schule Buddhas nicht augenblicklich gelungen, Freude in die Welt zu bringen und eine Welt ohne Krieg und Leiden zu realisieren?

Roland Rech: Einfach weil der Weg Buddhas praktiziert werden muss. Er ist perfekt, aber wir sind nicht perfekt. Um unser Leben mit diesem perfekten Weg zu harmonisieren, reicht es nicht aus, „jeder von uns ist Buddha“ zu sagen, um als solcher zu handeln. Um wie Buddha zu handeln, um nichts Schlechtes zu begehen, um keine Ungerechtigkeit zu verursachen sondern im Gegenteil das Gute zu praktizieren, müssen wir unser Leben in einer Gyoji-Praxis verankern, die täglichen Praxis des Zazen, der Respekt der Gebote und die Praxis der anderen Paramita.
Auf diese Weise können wir ein harmonisches Leben führen, ohne unsere wahre Natur durch unsere Fehler und unser schlechtes Karma zu verraten.

Buddha sagte, dass er den Weg gezeigt hatte. Um nach Benares zu gehen, zum Beispiel? Wir könnten sagen, um nach Paris zu fahren, verlasst ihr die Gendronnière, fahrt nach rechts, in Blois nehmt ihr die Autobahn und ihr gelangt nach Paris. Aber wenn ihr die Richtung Chaumont nehmt, erreicht ihr Paris nie.
Das Gleiche gilt für die Verwirklichung des Buddha-Weges und des Geistes des Erwachens. Um diese Welt des Samsara in eine Welt des Friedens und der Freude zu verwandeln, müssen wir unser Leben in der Gyoji-Praxis verankern, ansonsten könnten wir dem Irrtum verfallen, den Meister Dogen den anarchischen Irrtum nannte (Jinen gedo).

Tags: Roland Yuno Rech

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